Nase zu und mitten rein

Also direkt mal zuerst: ein Besuch in Rotorua ist nichts für empfindliche Nasen. Von daher hätte ich eigentlich dort gar nicht aufschlagen dürfen. Für mich war es eine absolute Herausforderung, soviel schon mal dazu. Aber was ist denn da überhaupt los in Rotorua? Grob lässt sich sagen, dass alle Wege dorthin führen, denn die Stadt liegt fast im Herzen der Nordinsel. Ist man dort, nimmt man unweigerlich eine Nase von der schwefelreichen Luft (und wir wissen ja alle, dass das furchtbar nach faulen Eiern stinkt, um es mal auf den Punkt zu bringen!)  und schon weiß man, was einem in Neuseelands dynamischster Thermalgegend erwartet: sprühende Geysire, dampfende Thermalquellen und brodelnde Schlammtümpel. Und auch wir waren ganz klassische Touris und haben so einem Thermal-Wonderland einen Besuch abgestattet. Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland ist zwar ziemlich kommerziell, aber die geothermischen Phänomene, die sich in diesem kleinen Areal drängen, sind wirklich spannend anzuschauen. Darunter der kochende, vielfarbige Champagne-Pool, der blubbernde Schlammteich, devils ink und viel mehr.

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Nach all dieser Stinkerei wollten wir auf jeden Fall noch etwas Lustiges machen, etwas, was ich schon gerne in Queenstown gemacht hätte … eine Fahrt mit einer Bobbahn, hooray!! Zuerst ging es mit der Gondel auf den Mount Ngongotaha hinauf, der etwa 3km nordwestlich der Stadt liegt. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf Rotorua und den See. Die Fahrt mit der Sommerrodelbahn war super!! Das hätte ich den ganzen Tag machen können.

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meet me at the Weta Cave oder: wir wissen, wo Peter Jackson wohnt

Denkt man an Neuseeland, denken viele natürlich auch direkt an „Herr der Ringe“; „Der Hobbit“, an Dreharbeiten usw. Diese Filme werden nicht etwa in riesigen Studios a la „Universal Studios“ gedreht, sondern teilweise mitten in Wellington. Ja, Ihr lest richtig… die Waldszenen aus dem ersten Teil der „HdR“ Trilogie wurden mitten in einem Stadtwald gedreht. Irre, oder? Und auch die Studios für die special effects sind mitten in einem Wohngebiet und von außen gar nicht direkt erkennbar. Mein Mann ist ja ein riesen Fan der Filme und von daher war es auch ein absolutes MUSS für uns, eine der „Movietours“ zu buchen; Anbieter gibt es genug, doch Dank guter Recherche haben wir uns für Wellington Rover Tours entschieden und hatten mit unserem guide Nathan den absoluten Hauptgewinn. Er selbst hat einen Elben gespielt, ist in Wellington aufgewachsen, ist mit Leib und Seele dabei und hat eine Menge Fachwissen.

Gestartet haben wir den Tag mit einem Besuch in Wellingtons Botanic Garden; wunderschön, aber heijeijei, diese Steigungen und Gefälle dort waren echt mal mega anstrengend. Und unser Plan, mit der traditionellen cable car runter in die Stadt zu fahren, wurde jäh zerstört, als wir die Bauarbeiter sahen. Immerhin gab es noch einem Besuch im cable car museum 🙂

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Danach ging es voller Vorfreude zurück in die city, wo wir an der Touristeninfo i-side vom standesgemäßen Auto abgeholt wurden.

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Das Tolle an den Touren von Wellington Rover ist, dass sie tatsächlich nur bis zu einer Gruppengröße von maximal 10 durchgeführt werden. Wir sind mit einem kleinen Bulli zu den verschiedenen Drehorten in und um Wellington gefahren; Nathan hatte Fotos von den Original Dreharbeiten dabei, so dass man sich direkt in den Film versetzt fühlte. Die Flut an Informationen wurde amüsant mitgeteilt; es war immer Zeit für Fragen und so manche Insider-Info geteilt. Wusstet Ihr etwa, dass in der Szene, in der der schwarze Reiter hoch auf seinem Ross sitzend in den Wald guckt, tatsächlich durch einen Schnorchel atmen musste, damit man in der kalten Nacht seine Atemwolken nicht sehen konnte? Ha, wusstet Ihr nicht!! Nathan hatte extra immer Zeit eingeplant, in denen wir Szenen nachstellen konnten. Ähm.. ich sag mal so, ich war eher der Fotograf, aber mein Mann, aber Hallo, der war an vorderster Front dabei. Frodo, wie er mit den anderen kleinen Hobbits Pilze sucht; Frodo, wie er den Abhang hinunterfällt und sich am Ast festkrallt; Frodo, der sich unter der Baumwurzel versteckt…. Mit 1,96m nicht ein wirklicher Hobbit (seine Füße sehen, Gott sei Dank, auch anders aus!), daher von uns nur noch Giant Frodo genannt!!

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Nach der ganzen outdoor-Aktivität ging es dann endlich Richtung Weta-Cave Studios; vorbei am Haus von Peter Jackson.

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In dem kleinen Weta-Cave Museum trifft man Gandalf und „Kumpels“ von Angesicht zu Angesicht. Man kann nachlesen, wie sie zum Leben erweckt wurden und erfährt auch einiges über die Künstler, die sie geschaffen haben.

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Vor dem Museum stehen drei Trolle, die jeden Besucher zu einer lustigen Fotosession einladen.

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Ende dieses tollen Tages war eine Tour durch die Studios, ein „weta-cave-workshop“. Dort war Knipsen absolut verboten, denn während wir uns alte Exponate angucken konnten, wurde parallel schon an neuen Dingen gearbeitet, die wir sicherlich demnächst in einem Kinofilm, made in new zealand, bewundern können!

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Haere mai in Wellington

„Windy“ ist der Spitzname von Neuseelands Hauptstadt, da dort fast täglich ein herber Wind durch die Häuserschluchten in der City und über die Hügel mit ihren zauberhaften kleinen Villen fegt; als wir da waren, hätte vielleicht eher „Cloudy“ gepasst, aber ganz egal wie man sie auch nennen will, Wellington, die „kleine Stadt mit großem Ruf“, ist eine wunderbare Stadt. Laut lonelyplanet von einem Expertenteam auch zur „coolsten kleinen Haupstadt der Welt“ gekürt.

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DSC_0976                          – dieser Rochen hatte es bis in das Hafenbecken geschafft –

Das Highlight des ersten Tages war aber eindeutig der Besuch in Neuseelands Nationalmuseum „Te Papa Tongarewa“, was übersetzt so viel heißt wie „Schatzkiste“; ein absolutes MUSS und ein Museum für jeden noch so größten Museumsmuffel. Es ist interaktiv, höchst spannend, informativ und steckt voller Überraschungen.

Als Besucher kann man locker den ganzen Tag in den 6 Stockwerken verbringen und das ist ideal, wenn die Wolken mal tief über der Stadt stehen. Uns haben besonders die beiden Etagen mit den Tieren und der  Geschichte Neuseelands interessiert, in der es u.a. ein Haus gibt, in dem ein Erdbeben simuliert wird.

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Der zweite Tag unseres Wellington Besuches stand ganz im Zeichen einer „Wellington Rover Movietour“ mit ganz viel Hobbit-Action und einem Besuch der Weta-cave Studios, dazu nächste Woche auf jeden Fall mehr, denn, so viel kann ich Euch verraten,  ich war mit „Giant Frodo“ unterwegs!!

 

 

Kaikoura …nicht geplant, aber sowas von verliebt und ein Sonnenuntergang de luxe

Kaikoura war eigentlich gar nicht vorgesehen auf unserer Route, aber da wir ja durch den Fährausfall noch ein wenig auf der Südinsel „festsaßen“, sind wir kurzerhand noch in das verschlafene kleine Nest an der Nord-Ostküste gefahren. Kaikoura bedeutet in der Sprache der Maori „Langustenmahl“ und ist hauptsächlich bekannt durch Pottwal- und Delfinbeobachtungen. Am Ende des Dorfes liegt eine kleine Robbenkolonie; bei Ebbe kann man auf die Felsen kraxeln und den Tieren relativ nah kommen. (einige Touristen übertreiben es an dieser Stelle total und nähern sich mit Kind & Kegel bis auf weniger als 1m; schön bescheuert, wenn man bedenkt, dass es sich bei Robben immerhin um Raubtiere handelt!) Im Hintergrund ragen die schneebedeckten Gipfel der Seaward Kaikoura Range auf. Dort habe ich das vermutlich tollste Foto des ganzen Urlaubes geschossen, seht selbst:

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Kaikoura lohnt sich auf jeden Fall ❤ Unser Campingplatz war auch ne Wucht; wir haben mit unserem Camper direkt am Meer aufgeschlagen! Soweit so gut…bis auf einmal, gegen Nachmittag, der Lärm los ging. Der Campingplatz lag nämlich am Ende eines kleinen Flugplatzes, an dem dann im ca. 30minütigen Rhythmus ungefähr 12 kleine Propeller-Maschinen zum whale-watching aufstiegen. Heijeijei….das war schon nervig! Wale haben wir uns dieses Mal nicht angeschaut, denn, jetzt bin ich mal richtig „dekadent“: diese wunderschönen Tiere hatten wir schon hautnah in unserem Südafrika-Urlaub gesehen. Ich lass Euch jetzt einfach mal alleine mit vielen Eindrücken dieses atemberaubend schönen Ortes!

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Am nächsten Abend ging es dann endlich mit der Fähre von Picton nach Wellington; eine Fahrt durch die traumhaft schönen Marlborough Sounds. Ich konnte mich gar nicht sattsehen; übell neue Buchten, zusammen mit einem Wahnsinns-Sonnenuntergang, unvergesslich!!

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Nachdem die Sonne weg war, war es uns dann allerdings auch zu frisch draußen und Hunger hatten wir außerdem. Daher sind wir ins Restaurant gegangen und haben erstmal „fish n chips“ de luxe gegessen, super lecker!!

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Nächste Woche treffen wir uns dann auf der Nordinsel …..

Pretty Picton

Picton, „das Tor zur Südinsel“, ist eigentlich eher langweilig; lebt aber immer dann kurz auf, wenn eine Fähre die Südinsel erreicht (und das ist eigentlich relativ häufig am Tag). Nur leider nicht als wir fahren wollten! Schon in Deutschland hatten wir uns mit der Frage beschäftigt „bestellen wir die Tickets für die Überfahrt zur Nordinsel schon jetzt?“ und hatten uns ganz klar dagegen entschieden, da wir uns einfach keinen Druck machen wollten. „Braucht ihr auch eh nicht vorbestellen, da die Fähre 4 mal am Tag fährt.“ Na dann…. tja, Pustekuchen. Denn just an dem Tag, an dem wir fahren wollten, hatte eine der Fähren einen Unfall auf See und dabei ihre Schraube verloren. Wir hatten zwar die Chance auf stand-by zu gehen, sind auch morgens fein um 6 Uhr am Terminal gewesen, jedoch war das absolut sinnlos, wie uns dann gesagt wurde. Was nun? Dazu mehr beim nächsten travel tuesday! Heute zeig ich Euch erstmal Picton. Allein der Weg vom Abel Tasman Park über den Queen Charlotte Drive war ein absolutes Highlight. Die Strecke windet sich an Buchten der Marlborough Sounds entlang und eigentlich kann man überall anhalten, um ein tolles Foto zu machen (und hinter der nächsten Ecke ist ein noch schöneres Motiv).

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Seid Ihr zum Wandern hier? Äh nöööö, wir sind auf Hochzeitsreise!

Der Abel Tasman National Park zählt zweifelsfrei zu einem der schönsten Parks Neuseelands. Benannt nach dem Holländer, der hier vor der Küste 1642 aks erster Europäer Neuseeland erblickte. (Weil sein Schiff von Maori angegriffen wurde, hat er sich schnell davon gemacht und nie einen Fuß an Land gesetzt). Fast so wie wir….ähm, denn wir waren so richtig faul!!! Fauler gehts fast nicht! Schade aber eigentlich für den Holländer, denn er hätte an der wunderbaren Landschaft seine Freude gehabt.

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Der Nationalpark verfügt über einen fast lückenlos, geschlossenen Busch, Nikaupalmen und Riesenfarne sowie feinsandige, südseeähnliche Strände. Zwischen den einzelnen Stränden verkehren Wassertaxis. Klingt lustig „Hallo, ich hätte gerne ein Taxi zur siebten Palme von links“; funktioniert aber anders. Man steigt an Land auf ein Boot; dieses wird mit dem Trecker ins Wasser gezogen; sobald Wasser unterm Kiel ist, werden die Boote abgekappt; Trecker fährt an Land, Boot macht sich auf den Weg. Aussteigen funktioniert genau andersrum! Eine super Erfindung für den trockenen Schuh!

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Der Park lädt eigenlich alle zum Wandern ein; „eigentlich“, denn wir haben uns schön Kutschieren lassen! Den gesamten Coastal Track kann, laut Reiseführer, jedermann bequem in 4-5 Tagen bewältigen; am besten in Tagesexkursionen zerlegen und sich mit dem Wassertaxi zu einem Ort fahren lassen, aussteigen und loswandern. Wir sind fein mit dem Wassertaxi die gesamte Strecke hin und hergefahren; haben die tollen Strände gesehen und sind richtig nass geworden, denn der Seegang war ordentlich! Aber es war einfach nur toll!! Erster Stop war wohl an einem der berühmtesten Wahrzeichen des Parks: der Split Apple Rock! DSC_0178

Wenn man Glück hat, sieht man auch einige Tiere, die dort ein Zuhause gefunden haben.

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Unser Boot wurde einige Zeit von zwei kleinen Pinguinen begleitet; so niedlich!!

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„Wollt ihr gar nicht aussteigen?“ „Nö…wir sind auf Hochzeitsreise; wir möchten uns nicht anstrengen“ ❤

Und überall ganz traumhafte Blumen; ich LIEBE schöne Blumen, bin aber bekennende Besitzerin eines schwarzen Daumens!

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und den Kumpel hier… den hätte ich auch gerne ins Handgepäck gepackt!

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Haast Pass und Pancake Rocks oder Spülen mit Dr. Jo Gerner

Der Weg an die Westküste führte uns über den Haast Pass; landschaftlich wieder sehr reizvoll und wir hatten noch dazu Glück im Unglück, denn während unserer Fahrt schlug das Wetter um und der Pass wurde dicht gemacht! Der Regen war ganz schön ordentlich, allerdings hatte das auch seinen Vorteil, denn die Highlights der Strecke, zwei Wasserfälle, waren durch das extra Wasser noch imposanter!

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DSC_0980                                  – die beste Fahrt – Verpflegung ever… –

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Geschlafen haben wir auf dem allerletzten Campingplatz in Haast, danach war die Straße zu Ende! Und neben wem haben wir dann morgens gespült? Haha, neben Dr. Jo Gerner, aka Wolfang Bahro, von GZSZ! Klein ist die Welt!!

Weiter ging es dann die Westküste hoch, Richtung Pancake Rocks! Einen kurzen Stop haben wir dann in Hokitika gemacht, eine, zumindest in der Vorsaison, eher ruhige Stadt mit breiten Straßen und einigen Geheimtipps.

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Sweet Alice´s Fudge Kitchen ist ein Tipp aus dem lonely planet und bekannt für Karamellstücke; Fudge in allerlei Sorten; frisch herstellt aus natürlichen Zutaten und zum Probieren auf der Theke dargereicht. Oder ein Eis aus echten Früchten oder eine Tüte mit Zuckernaschereien? Oder einfach alles drei? Wir haben uns für leckeres Eis entschieden, ein Genuss!

In Punakaiki angekommen, führte uns der Weg zu den fantastischen Pancake Rocks und Spritzlöchern. Der Kalkstein dort hat die Form von dicken Pfannkuchenstapeln angenommen. Bei Flut strömt das Meer in Aushöhlungen hinein und schießt dann brüllend aus Spitzlöchern ins Freie. Ein irrer Anblick!

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Dort haben wir dann auch einen typischen neuseeländischen Vogel gesehen, den Weka!  (leider immer noch keinen Kiwi)

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Unser Campingplatz war wieder einmal der Knaller; beim Ausblick auf den Felsen, hatte man das Gefühl, direkt in Peter Jacksons „King Kong“ Film zu sein!

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Westküste bedeutete zeitgleich auch wieder unglaublich schöne Sonnenuntergänge; ein bißchen Romantik auf der Hochzeitsreise ist ja nicht zu verachten ❤

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